Ausschreibung F3A-Motorkunstflug


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INHALTSÜBERSICHT











AUSSCHREIBUNG F3A-MOTORKUNSTFLUG

Ausschreibungsfassung 2018

» PRÄAMBEL


Mit der Zusammenarbeit der beiden Dachverbände im Bereich F3A-Motorkunstflug wird der Breitensport weiter ausgebaut und den Spitzensportlern eine Plattform geboten, die dem internationalen Standard gerecht wird.

Dies ist nur durch eine stark aufgestellte und in ihren Organisationsstrukturen geeinte deutsche Liga zu erreichen. Das Fundament dieser Liga bildet neben Veranstaltungen zur Förderung des F3A-Motorkunstfluges vornehmlich die Kunstflugrunde.

Hier ist es möglich in ungezwungener Atmosphäre Wettbewerbserfahrung zu sammeln und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Durch das System von Hobby-, Sport-, und Expertenklasse mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden ist für jeden am Kunstflug interessierten ein Steigern seiner Fähigkeiten möglich. Für Piloten, die Gefallen am sportlichen Vergleich gefunden haben, bietet neben der Kunstflugrunde auch der von der FAI veranstaltete F3A World-Cup eine Möglichkeit, sich auf internationaler Ebene zu messen.

Jedoch kann ein, wie die Kunstflugrunde, auf Breitensport ausgelegtes System, professionelle Sportler nicht in dem Maße fördern, wie es für einen interkontinentalen Vergleich notwendig ist. Um dieser Erkenntnis Rechnung zu tragen, hat sich die Organisationsleitung  der gemeinsamen Deutschen Meisterschaft F3A-Motorkunstflug dazu entschlossen, separat von der Kunstflugrunde ein System zu schaffen, um zusammen Sportler auf den interkontinentalen Vergleich adäquat vorbereiten zu können.

 

Dieses System ist die Bundesliga der zwölf besten Piloten Deutschlands im Bereich  Motorkunstflug in der die Programme der FAI-Klasse ausgeflogen werden.

» Allgemeine Regelungen

zur gemeinsamen Deutschen Meisterschaft im F3A-Motorkunstflug


Veranstalter

Veranstalter sind gleichberechtigt das Sportreferat Motorkunstflug des DMFV, sowie der Sportausschuss Motorkunstflug der Bundeskommission Modellflug im DAeC.

Termine und Orte, sowie nähere Einzelheiten der Veranstaltungen werden auf der gemeinsamen Klassenseite (www.f3a-motorkunstflug.de), als auch der Internetpräsenz beider Veranstalter bekannt gegeben.

 

DMFV Sportreferat Motorkunstflug:  www.motorkunstflug.dmfv.aero

DAeC Sportausschuss Motorkunstflug:  www.modellflug-im-daec.de/leistungssport/motorkunstflug/f3a

Organisationsleitung

Die Organisationsleitung besteht aus den Klassenreferenten des DMFV und des DAeC, ihren zwei Beisitzern und dem Aktivensprecher. Aufgabe ist die erfolgreiche Durchführung von Veranstaltungen zur Förderung des Breiten- wie auch Leistungssportes im Modellmotorkunstflug in Deutschland.

Zudem entscheidet die Organisationsleitung abschließend über die Zusammenarbeit mit ausrichtenden Vereinen, die Einsetzung von Sportzeugen und Sporthelfern, die Ausschreibung, sowie den Vorschlag zur Berufung in die Nationalmannschaft gegenüber dem Vorstand der Bundeskommission Modellflug des DAeC.

 

 

Aus aktuellem Anlass sind Änderungen der Ausschreibung durch die Organisationsleitung jederzeit möglich.

Ausrichter

Ausrichter sind von der Organisationsleitung mit der Durchführung der Veranstaltung beauftragt.

Jury

Streitfälle jeglicher Art im Zusammenhang mit der Auslegung der Ausschreibung, den Regeln oder der Veranstaltung werden von einer Jury für den Einzelfall entschieden. Diese wird von den Teilnehmern zu Beginn einer Wettbewerbsveranstaltung in einfacher Mehrheitsentscheidung gewählt. Sie besteht aus drei Personen. Zusammengesetzt zu gleicher Zahl aus Vertretern der Veranstalter, des Ausrichters und der Teilnehmer.

Kann eine Juryentscheidung nicht kurzfristig herbeigeführt werden, entscheidet die Organisationsleitung über den Fall. Gegen Entscheidungen der Organisationsleitung, der Jury, eines Sportzeugen oder – helfers ist der Zivilrechtsweg ausgeschlossen.

Punktwerter

Punktwerter werden durch die Organisationsleitung eingesetzt. Es werden mindestens drei Punktwerter pro Teilwettbewerb eingesetzt.

Jugendliche

Besonderes Anliegen der Organisationsleitung ist die sportliche Förderung jugendlicher Teilnehmer. Hierbei wird die Organisationsleitung durch aktive Piloten unterstützt. Ein Teilnehmer gilt als jugendlich bis zu und einschließlich dem Kalenderjahr, in dem er seinen 18. Geburtstag hat.

Teilnahmeberechtigung

Teilnahmeberechtigt ist jeder Modellsportler der während der Veranstaltung ein technisch einwandfreies mit Kolben-oder Elektromotor betriebenes Flugmodell, ausreichenden Versicherungsschutz und soweit notwendig einen Kenntnisnachweis gem. §21e Luftverkehrsordnung, vorweisen kann. Mehrere Teilnehmer können dasselbe Flugmodell einsetzen. Eine Zuordnung von Flugmodell zu Teilnehmer findet nicht statt.

Die Einnahme von Alkohol, Drogen und Dopingmitteln ist während der Veranstaltung untersagt. Auf das Regelwerk der nationalen Anti-Doping Agentur (www.nada-bonn.de) wird verwiesen. Der Veranstaltungsteilnehmer stimmt der Veröffentlichung von medialem Material in Bezug auf die Veranstaltung vollumfänglich zu. Mit seiner Anmeldung erkennt der Teilnehmer die Ausschreibung gesamtheitlich an.

Anmeldung

Die Anmeldung zu den Veranstaltungen im Sportjahr erfolgt bis zwei Wochen vor der jeweiligen Veranstaltung über die  Klassenseite (www.f3a-motorkunstflug.de), auf der eine Starterliste geführt wird. Die Zahlung des Startgeldes erfolgt im Voraus an den Verein.

Rollierendes Startverfahren

Bei diesem besonderen Startverfahren startet der Folgeteilnehmer, während das Flugmodell des vorausgehenden Piloten sich noch in der Luft befindet. Um einen sicheren Ablauf des Verfahrens zu gewährleisten platziert der Helfer des Folgeteilnehmers das Flugmodell auf der Startbahn (bei Vorliegen eines Startkreises innerhalb dessen) in sicherem Abstand vom Pilotenstandpunkt, nachdem der vorausgehende Pilot die letzte Flugfigur beendet hat. Sobald das Modell des Folgeteilnehmers abgehoben ist, ist der vorausgehende Pilot landeberechtigt. Dabei verlässt der vorausgehende Pilot nach Beendigung der letzten Flugfigur zügig den Pilotenstandpunkt gegen den Wind und macht so Platz für den Folgeteilnehmer. Der Helfer des vorausgegangen Piloten achtet bei der Rückholung des Flugmodells besonders auf das folgende Pilot/Helfer-Gespann. 

Titel und Ehrungen

Jeder Teilnehmer erhält je geflogenem Wettbewerb eine Urkunde. Auf jedem Teilwettbewerb erhalten die drei Erstplatzierten jeder Klasse zudem einen Pokal. Teilnehmer, mit den Platzierungen eins bis drei, die an der Siegerehrung nicht teilnehmen, werden nicht geehrt und an das Ende der Rangfolge gesetzt. Es rücken die nächsten Piloten auf. Betroffene Teilnehmer behalten jedoch ihre Leistungspunkte auch in Bezug auf die Endwertung.

 

Die Jahressieger erhalten jeweils einen Pokal. Die besten fünf Teilnehmer der Jahresrunde jeder Klasse erhalten zudem eine Urkunde und tragen den Titel des 1., 2. Und 3. Klassensiegers. Der gemeinsame Deutsche Meister erhält darüber hinaus den Gustav Sämann Wanderpokal.

 

Proteste

Proteste können nur von den Wettbewerbsteilnehmern eingelegt werden. Diese sind begründet und in Schriftform innerhalb von 15 Minuten nach dem Ende des Wertungsdurchganges, in den das betreffende Ereignis fällt, bei der Jury einzureichen. Sollte ein Jurymitglied in den Protest verwickelt sein, ist von dem betroffenen eine Ersatzperson zu benennen.

 

Die Protestgebühr beträgt  50,-€. Soweit die Jury dem Protest statt gibt, ist die Protestgebühr an den Wettbewerbsteilnehmer zurück zu erstatten, anderenfalls ist sie an den Ausrichter abzuführen.

» Besondere Regelungen

zur Motorkunstflugrunde


Expert-, Sport und Hobbyklasse

Der Wettbewerbsablauf wird durch den Wettbewerbsleiter festgelegt. Er sorgt dafür, dass in absteigender Gewichtungsfolge Expertenklasse, Sportklasse und Hobbyklasse ausgeflogen werden. Ziel ist die Förderung des Breitensportes im Motorkunstflug in Deutschland in geselliger Atmosphäre. Zeitgleich sollen die drei zum Aufstieg in die Bundesliga berechtigten Piloten, die Gesamtsieger der Klassen, sowie der Jugend- und Seniorensieger ermittelt werden.

Bundesligapiloten sind in der Expertenklasse der Motorkunstflugrunde startberechtigt. In Bezug auf die Aufstiegsplätze werden nur die letzten drei Plätze der aktuellen Bundesligarangliste berücksichtigt.

Grundsätzlich ist Wettbewerbsbeginn um 08:00 Uhr. Die Teilnehmer sollen sich entsprechend rechtzeitig am Wettbewerbsort einfinden. In der Regel beträgt die maximale Teilnehmerzahl 50 Starter pro Teilwettbewerb. Die Startplatzvergabe erfolgt nach der Anmeldereihenfolge. In der Expert- und Sportklasse beträgt die maximale Teilnehmerzahl jeweils 32 Piloten. In der Hobbyklasse sind es maximal 20 Teilnehmer.

Die eingesetzten Flugmodelle dürfen ein maximales Abfluggewicht von 25 kg nicht überschreiten. Die Lärmemissionen des Flugmodells haben der jeweiligen Platzzulassung zu entsprechen. Im Falle eines technischen Problems an dem Sportgerät eines Teilnehmers ist eine sofortige Startwiederholung nach Beendigung des Durchganges nur gestattet, wenn das Flugmodell noch nicht abgehoben ist.

Im Sinne des Sportgeistes soll auf automatisch steuernde und / oder stabilisierende Steuerungstechnik verzichtet werden.

Können durch hohe Teilnehmerzahlen, unvorhersehbare Ereignisse oder extreme Wetterbedingungen weniger Durchgänge als geplant geflogen werden, so können auf Entscheidung des Wettbewerbsleiters und der Jury die Figurenfolgen verkürzt oder Durchgänge gestrichen werden. Kürzungen und Streichungen betreffen zuerst den Finaldurchgang, danach die Hobbyklasse, sodann die Sportklasse und schließlich die Expertenklasse.

 

Der „FAI/CIAM SPORTING CODE“ Volume F3 Aerobatics für die Klasse F3A gilt auch für die Kunstflugrunde, soweit er auf diese sinnvoll anwendbar ist. Die spezielleren Regelungen zur Kunstflugrunde haben jedoch Anwendungsvorrang.

Startgelder

Das Startgeld beträgt:

Für Teilnehmer, die in einem Dachverband des Modellflugsportes organisiert sind

(DMFV, DAeC oder ausländischer Dachverband).                                                            30,-€

Andere                                                                                                                                     35,-€

 

Jugendliche                                                                                                                            15,-€

Besondere Punktwerter-Regelung der Kunstflugrunde

Für die Sport- und Hobbyklasse kann die Organisationsleitung vor Ort Piloten aus höheren Klassen und anwesende, fähige Supporter, mit deren Einverständnis als Punktwerter einsetzen.

Startreihenfolge

Die Startreihenfolge wird vor dem Wettbewerb für den ersten Durchgang ausgelost. Der zweite Durchgang beginnt nach dem ersten Drittel der Startliste, der zweite Durchgang nach dem zweiten Drittel derselben.

Eine Ausnahme dazu stellen der dritte und der vierte Durchgang der Expertenklasse dar. Hier wird in der Ergebnisfolge des vorausgehenden Durchgangs gestartet. Im Wahldurchgang werden zunächst das P-Programm und dann das F-Programm ausgeflogen.

Regelungen zur Expertenklasse

Die Expertenklasse bietet für die drei jahresbesten Piloten eine Aufstiegsmöglichkeit in die Bundesliga.

Der Ablauf der Expertenklasse ist im Allgemeinen:

1.     Durchgang     FAI-F3A-P-Programm

2.     Durchgang     Unbekanntes Flugprogramm

3.     Durchgang     Wahldurchgang FAI-F3A-P-Programm oder FAI-F3A-F-Programm

4.     Durchgang     FAI-F3A-F-Programm für die besten fünf Piloten

 

Der vierte Durchgang ist ein freiwilliger, gewerteter Durchgang, der nur ausgeflogen wird, wenn alle Klassen (Expert-, Sport- und Hobbyklasse) bereits drei Durchgänge ausgeflogen haben. Streichdurchgang ist der schlechteste der ersten drei Durchgänge.

Der als Wahldurchgang ausgestaltete dritte Durchgang normiert in Abweichung zu den anderen Durchgängen den besten P-Piloten auf 95%. So ist es möglich, dass F-Piloten in diesem Durchgang mehr als 100% als Durchgangsvergleichszahl erreichen können. Sollte sich kein Teilnehmer dafür entscheiden das F-Programm zu fliegen, wird auch dieser Durchgang auf 100% normiert.

Es werden zwei Vorflieger ausgelost. Vorflieger kann sein, wer nicht zu den ersten fünf der Startliste gehört und beim letzten Wettbewerb unter den besten fünf Piloten platziert war.

Das F-Programm wird nur ab einer F-Pilotenzahl von vier vorgeflogen. F-Vorflieger kann sein, wer nicht zu den ersten drei der F-Startliste gehört. Es sind bis zu zwei F-Vorflieger möglich. Grundsätzlich wird in der Expertenklasse das rollierende Startverfahren angewandt.

Regelungen zur Sportklasse

Das Programm der Sportklasse ist ein Wendefigurenprogramm und umfasst 15 Flugfiguren (Zentral- und Wendefiguren). Es entspricht dem aktuellen FAI-F3A-Advanced-Programm und liegt im Schwierigkeitsgrad zwischen der Hobby- und Expertenklasse. Die Figurenfolge muss in der festgelegten Reihenfolge geflogen werden. Die Figuren orientieren sich an dem zukünftigen Flugprogramm der Expertenklasse. Dies soll den interessierten Piloten den Einstieg in die Expertenklasse erleichtern.

Für jeden Durchgang wird ein Vorflieger ausgelost. Vorflieger kann sein, wer nicht zu den ersten fünf der Startliste gehört und beim letzten Wettbewerb unter den besten fünf Piloten platziert war.

Es sollen drei Durchgänge pro Wettbewerb ausgeflogen werden. Zudem wird in der Sportklasse grundsätzlich das rollierende Startverfahren angewandt.

Regelungen zur Hobbyklasse

Das Programm der Hobbyklasse ist als Einsteiger-Wendefigurenprogramm konzipiert und umfasst 13 Flugfiguren (Zentral- und Wendefiguren). Es basiert auf dem aktuellen F3A-C-Programm.

Die Figurenfolge muss in der festgelegten Reihenfolge geflogen werden. Die Wendefiguren haben einen niedrigen K-Faktor, so dass der Pilot sich auf die Zentralfiguren konzentrieren kann. Die Figuren werden in einem Raum, der Kunstflugbox, geflogen (auch die Wendefiguren). Wenn der  Punktwerter die Wendefigur erkennt, wird sie mit der Note 10 bewertet, sonst 0 Punkte.

Es sollen drei Durchgänge pro Wettbewerb ausgeflogen werden. Vor jedem Durchgang gibt es ab einer Teilnehmerzahl von fünf Piloten zwei Vorflieger. Dies sind grundsätzlich die zwei letzten Piloten des Durchgangs. Stehen andere Vorflieger aus den Reihen der Supporter der Kunstflugrunde oder der Experten- und Sportklasse zur Verfügung so treten diese an die Stelle der letzten beiden Teilnehmer.

Zwischenwertung der Teilwettbewerbe

Für jeden Teilwettbewerb der Motorkunstflugrunde wird eine Ergebnisliste erstellt, bei der die Teilnehmer nach ihrem Gesamtergebnis nach Durchgangsvergleichszahlen des Teilwettbewerbs gelistet werden. Das Gesamtergebnis des Wettbewerbs wird auf 100% normiert. Dies gilt grundsätzlich auch für die einzelnen Durchgänge. Ausgenommen davon ist nur der dritte Durchgang der Expertenklasse.

Das Ergebnis des Teilwettbewerbs errechnet sich für alle Teilnehmer aus der Addition der ersten drei Durchgangsvergleichszahlen, ausgenommen des schlechtesten Ergebnisses mit der Durchgangsvergleichszahl des vierten Durchganges.

Endwertung der Motorkunstflugrunde

Die von den Teilnehmern erreichten prozentualen Durchgangsvergleichszahlen der Teilnehmer werden summiert und ergeben die Jahresendwertung.

Jugendwertung

Für die Jugendwertung wird nicht auf die Durchgangsvergleichszahlen zurückgegriffen, sondern die erflogenen Punkte (Raw-Scores) aufsummiert. Für Jugendliche, die in der Expertenklasse starten wird die Punktzahl des unbekannten Durchgangs mit dem Faktor multipliziert, der sich aus dem K-Faktor des P-Programms geteilt durch den K-Faktor der Unbekannten ergibt (derzeit 60⁄37). Dabei gehen die besten zwei der ersten drei Durchgänge, sowie der vierte Durchgang ein.

Seniorenwertung

Ein Teilnehmer gilt als Senior ab dem Kalenderjahr, in dem er seinen 60. Geburtstag hat. Für die Seniorenwertung wird nicht auf die Durchgangsvergleichszahlen zurückgegriffen, sondern die erflogenen Punkte (Raw-Scores) aufsummiert.

Für Senioren, die in der Expertenklasse starten, wird die Punktzahl des unbekannten Durchgangs mit dem Faktor multipliziert, der sich aus dem K-Faktor des P-Programms geteilt durch den K-Faktor der Unbekannten ergibt (derzeit 60⁄37). Dabei gehen die besten zwei der ersten drei Durchgänge, sowie der vierte Durchgang ein.

 

Zudem werden die erreichten Punktzahlen mit einem Faktor multipliziert, der sich nach dem Alter richtet:

ab 60 Jahren             beträgt der Faktor 1,067

ab 65 Jahren             beträgt der Faktor 1,108

ab 70 Jahren             beträgt der Faktor 1,157

ab 75 Jahren             beträgt der Faktor 1,213

ab 80 Jahren             beträgt der Faktor 1,288

» Besondere Regelungen

zur Bundesliga


FAI-Klasse

In der FAI-Klasse sind die besten 12 Sportler im Modellmotorkunstflug, sowie von der Organisationsleitung geladene Jugendliche, startberechtigt. Für das Sportjahr 2018 werden die Startberechtigten von der Organisationsleitung gesetzt. Aufgabe der Bundesliga ist der Leistungsvergleich im Modellflugsport im Fernlenkflug mit Motorkunstflugmodellen in Deutschland. Insbesondere dient sie zur Ermittlung des gemeinsamen Deutschen Meisters, der Klassensieger und der Bestimmung des Nationalmannschaftskaders der FAI-Klasse F3A.

 

Die Bundesliga wird nach den entsprechenden Bestimmungen des „FAI/CIAM SPORTING CODE“ Volume F3 Aerobatics für die Klasse F3A durchgeführt. Mit seiner Teilnahme an der Bundesliga verpflichtet sich der Sportler vorbehaltlos, sich nach diesen Bestimmungen zu verhalten.

Startgelder

Das Startgeld beträgt:

Für Teilnehmer, die in einem Dachverband des Modellflugsportes organisiert sind

(DMFV, DAeC oder ausländischer Dachverband).                                                            50,-€

Andere                                                                                                                                     60,-€

Jugendliche                                                                                                                            25,-€

Auf- und Abstiegssystem

Nach Abschluss der Deutschen Meisterschaft F3A gilt für das Folgejahr, dass die drei Erstplatzierten Piloten der Expertenklasse der Motorkunstflugrunde für die Bundesliga aufstiegsberechtigt sind. Es besteht allerdings keine Aufstiegspflicht.

Grundsätzlich steigen die nach der Rangliste ermittelten drei letzten Sportler der Bundesliga in die Expertenklasse der Motorkunstflugrunde ab. Sollte ein abstiegsgefährdeter Bundesligasportler durch eine Teilnahme an der Expertenklasse auf einen Aufstiegsplatz gelangen, so behält er seinen Bundesligastartplatz.

Für den Fall, dass weniger als neun Sportler in der Bundesliga verbleiben wollen gilt, dass in entsprechender Anzahl Piloten aus der Expertenklasse der Motorkunstflugrunde nachrücken können.

Wettbewerbsablauf

Die Auslosung der Startreihenfolge für den ersten Durchgang erfolgt vor dem Wettbewerb. Hierbei wird jedem Sportler eine Startnummer zugeordnet. Bei den weiteren Durchgängen verschiebt sich die Startreihenfolge um jeweils ein Sechstel der Anzahl der gemeldeten Sportler.

Vorflieger für die bekannten Programme sind der jeweils letzten Starter des ersten P-19 Durchgangs bzw. des ersten F-19 Durchgangs. Für die unbekannte Figurenfolge wird kein Vorflieger eingesetzt. Die Unbekannte wird am Samstagabend an die Sportler und Punktwerter ausgegeben.

 

Die Flugprogramme werden in folgender Reihenfolge ausgeflogen:

1.     Durchgang                 FAI-F3A-P-Programm

2.     Durchgang                 FAI-F3A-P-Programm

3.     Durchgang                 FAI-F3A-P-Programm

4.     Durchgang                 FAI-F3A-F-Programm

5.     Durchgang                 FAI-F3A-F-Programm

6.     Durchgang                 FAI-F3A-Unbekanntes Programm

Zwischenwertung der Teilwettbewerbe

Für jeden Teilwettbewerb der Bundesliga wird eine Ergebnisliste erstellt, bei der die Sportler nach ihrem Gesamtergebnis des Teilwettbewerbs gelistet werden und in der zudem die einzelnen Durchgangsvergleichszahlen ersichtlich sind. Das Ergebnis des Teilwettbewerbs errechnet sich für alle Sportler aus der Addition ihrer zwei besten Durchgangsvergleichszahlen P-19, des besten F-Durchgangs und der Unbekannten.

 

Können durch unvorhersehbare Ereignisse oder extreme Wetterbedingungen weniger Durchgänge geflogen werden, ist Folgendes zu beachten: Das F-Programm kann erst geflogen werden, wenn drei Durchgänge P-Programm, die Unbekannte erst, wenn beide F-Durchgänge vollendet sind. Können nur zwei P-Durchgänge geflogen werden, so gilt der bessere dieser Durchgänge. Kann aus den o.g. Gründen nur ein Durchgang geflogen werden, so zählt dieser allein. Kann nur ein F-Durchgang geflogen werden, so zählt dieser zusammen mit den besten beiden P-Durchgängen.

Jeder Durchgang wird gemäß 5.1.9 des Volumes F3 RC Aerobatics normiert. Sollten die zur Verfügung stehenden Auswerteprogramme die ab 2018 gültige Normierung nicht zur Verfügung stellen können, so wird die Flugleistung des besten Sportlers gleich 100(0) gesetzt und die der anderen Teilnehmer ins Verhältnis gesetzt.

Endwertung der Deutschen Meisterschaft F3A

Zur Ermittlung des gemeinsamen Deutschen Meisters und der Nationalmannschaft werden die normierten Durchgangsergebnisse für jeden Sportler folgendermaßen addiert: Für P- und F-Durchgänge werden separat die Durchgangsergebnisse aller vollendeten Durchgänge, ausgenommen des jeweils schlechtesten Ergebnisses addiert und mit dem besten Ergebnis aus einem vollendeten Durchgang Unbekannte zusammen gerechnet.

 

Die sechs besten Piloten der Bundesliga Rangliste bilden den Kader der Nationalmannschaft. Aus diesem Kader werden drei Sportler und der bestplatzierte Junior der Qualifikation für die Teilnahme an einer internationalen Meisterschaft dem Vorstand der Bundeskommission Modellflug zur Nominierung vorgeschlagen. Dabei ist vorrangig die Reihenfolge der Rangliste zu berücksichtigen, weitere Kriterien sind die Einhaltung des Verhaltenscodex für Nationalmannschaften sowie der weiteren Sportbestimmungen, aktueller Leistungsstand, Teamfähigkeit, Fairness, Gesundheit und ähnliches.

 

Angehöriger der Nationalmannschaft kann nur werden, wer im Besitz einer gültigen in Deutschland ausgestellten internationalen FAI-Sportlizenz ist und die Bedingungen der Ziffern 3.7. der „Allgemeinen Sektion“ des SPORTING CODE erfüllt. 

» FAI Sporting Code - Allgemeiner Teil (Datei-Download)


» Ergänzender Inhalt